Lärmbelästigung durch Schwerlastverkehr an der L 480 und L 468 in Betheln

In den vergangenen Monaten haben sich immer wieder Bewohner aus Betheln an den Landtagsabgeordneten Volker Senftleben gewandt, da die Verkehrsbelastung im Ort nach Wahrnehmung der Bevölkerung in den letzten Jahren durch den Schwerlastverkehr aufgrund der neuen Mineralstoffdeponie in der Gemarkung überdurchschnittlich angestiegen ist. „

Auch während der jährlichen Rübenerntezeit im Herbst sind mittlerweile nicht mehr nur Trecker mit maximal 40 km/h durch den Ort in Richtung Zuckerfabrik Nordstemmen unterwegs. Ein Großteil der Rübentransporte erfolgt heute mit deutlich schnelleren, großen LKW-Gespannen. „Dadurch haben sich sicherlich die Belastungen für die Bevölkerung spürbar erhöht“, vermutet der SPD-Landtagsabgeordnete Volker Senftleben. 

Senftleben hat sich daher mit einem Schreiben an den Niedersächsischen Minister für Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, Dr. Bernd Althusmann gewandt und darum gebeten, im Sinne der Einwohner der Ortschaft Betheln zu prüfen, ob zur Reduzierung der Lärmbelastung eine Geschwindigkeitsreduzierung für Fahrzeuge über 7,5 t zulässigem Gesamtgewicht in den Ortsdurchfahrten der L 468 und L 480 auf 30 km/h möglich ist.

Leider wurde dieser Ansatz abgelehnt mit der Begründung, dass nach Auswertung von vorliegenden Daten aus Straßenverkehrszählung und Verkehrsmonitoring im Vergleich zu anderen Landesstraßen die Verkehrsbelastung nicht auffällig sei. Nach einer Berechnung des Niedersächsischen Landesamtes für Straßenbau und Verkehr würden die Lärmwerte der Lärmschutz-Richtlinien-StV eingehalten. Auch würden keine Unfallschwerpunkte oder Unfallhäufigkeit bestehen. Lediglich vier Unfälle wären zu verzeichnen gewesen. 

Dazu Senftleben: „Diese Rückmeldung ist nicht einmal im Ansatz zufriedenstellend. Die Bewertung des Ministeriums nach einer Berechnung rein vom Schreibtisch aus halte ich für nicht praktikabel. Auch wenn Modellrechnungen zwischenzeitlich Realitäten möglicherweise gut bewerten lassen, ist die Transparenz für die Einwohnerschaft weiter nicht gegeben. Neben der tatsächlich vorhandenen Lärmbelastung für die Anwohner wird meiner Erachtens nur ein Teil der Belastung herausgepickt. Das Sicherheitsempfingen der Bevölkerung ist hier wahrnehmbar berührt. Selbst wenn die registrierte Zahl der Unfälle gering erscheint, empfinge ich vier Unfälle ebenfalls als zu viel. Es muss doch nicht immer erst Schlimmes passieren. Meine Enttäuschung ist daher recht groß über diese ablehnende Rückmeldung des Ministers.“

Er werde weiterhin versuchen, Mittel und Wege auszuloten, um hier zu einer Realisierung der Geschwindigkeitsbegrenzung und damit zu einer zumindest zufriedenstellenderen Lösung für die Bevölkerung in Betheln zu kommen, so Senftleben abschließend.