Keine Altlastenabdeckung in Godenau aus rein wirtschaftlichen Interessen

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Am Sonnabend, 21. November 2020, hat sich der SPD-Landtagsabgeordnete Volker Senftleben zusammen mit der hiesigen Kreistagsabgeordneten Waltraud Friedemann und den Initiatoren der Bürgerinitiative gegen eine Abdeckung des ehemaligen Betriebsgeländes vom Kaliwerk Desdemona getroffen. Die Initiatoren der BI, Herr Frank Schwarze und Herr Werner Lynack haben bei dem Vor-Ort-Termin in Godenau ihre Beobachtungen, Sorgen und Einschätzungen erläutert. Senftleben und Friedemann konnten so dort die Problematik tiefgreifend geschildert bekommen, die eine Abdeckung des ehemaligen Betriebsgeländes mit sich bringen würde.

Im Vorfeld dieses Treffens fand eine Unterrichtung des Umweltministeriums im SPD-Arbeitskreis Umwelt der dortigen Landtagsfraktion statt. Senftleben, stellvertretender Vorsitzender des Umweltausschusses, hatte diesen Tagesordnungspunkt/diese Unterrichtung im Arbeitskreis eingefordert. „Das Umweltministerium hat dabei klar dargestellt, dass das Land in diesem Fall zur Zeit nicht federführend zuständig ist, da es sich um eine geplante Abdeckung einer vorhandenen Altlast handele und nicht um die Errichtung einer neuen Deponie“, erläutert der Abgeordnete. 

Senftleben zeigte sicher erfreut, über die mittlerweile im Landtag Niedersachsen eingebrachte Petition gegen die geplante Abdeckung bei Godenau. „Ich werde das weitere Verfahren auch als Mitglied des Petitonsausschusses aufmerksam begleiten, zunächst sind aber die erforderlichen Stellungnahmen abzuwarten“, so Senftleben.

Weiter stellt er fest: „Für mich ist klar, dass wirtschaftliche Interessen nicht Vorrang gegenüber einem sorgsamen Umgang mit Altlasten haben dürfen. Es muss geklärt werden, wie wir in Niedersachsen mit unzähligen solcher „Altlastenstandorte“ umgehen.“